Seit 100 Jahren Zukunft schreiben

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    AK Oberösterreich

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    von 1921 bis heute

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    von 1921 bis heute

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DIE GESCHICHTE DER ARBEITERKAMMER OBERÖSTERREICH

 von 1921 bis heute
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Auf­bruch in eine neue Zeit

Der Errichtung der Arbeiterkammer Oberösterreich geht ein langer und mühevoller Kampf der Arbeiterschaft voraus. Schon 1848 formulieren die österreichischen Arbeiter/-innen Forderungen nach politischer Mitsprache. Erst nach dem Ersten Weltkrieg kommt es zu wesentlichen sozialpolitischen Reformen. 1920 beschließt der Nationalrat ein Gesetz über die Errichtung von Arbeiterkammern. Diese sollen den Handelskammern als gleichwertige Partner gegenüberstehen. 

Am 21. Mai 1921 findet im Linzer Rathaus die konstituierende Sitzung der Arbeiterkammer Oberösterreich statt. 

"Durch die Schaffung dieser Kammern ist aber auch die Arbeiterschaft erst zur uneingeschränkten gesellschaftlichen und menschlichen Gleichberechtigung aufgerückt, die wir durch jahrzehntelange gewerkschaftliche Arbeit vorbereitet haben."
(Auszug aus der Programmrede von Präsident Hans Pregant bei der Gründungssitzung, 21.5.1921)

  

Hans Pregant ist der erste Präsident der jungen Arbeiterkammer Oberösterreich. Als leidenschaftlicher Kämpfer für die Rechte der Arbeitnehmer/-innen bleibt er bis Ende 1933 im Amt. 
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Es gibt viel zu tun

Die Nachkriegszeit ist geprägt von Mangelwirtschaft, Inflation und steigender Arbeitslosigkeit. Es gibt kaum ein Gebiet, auf dem die Kammer nicht tätig ist. Hauptaufgaben sind Rechtsauskünfte, Schulungen der Betriebsräte/-innen, Gesetzesbegutachtungen und ein engagierter Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit.

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Stabiler Anker in stürmischen Zeiten

In Österreich erreichen mit dem Justizpalastbrand die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern einen vorläufigen Höhepunkt. Nach dem Wahlsieg der Christlichsozialen 1920 wird den sozialpolitischen Errungenschaften der Sozialdemokraten der Kampf angesagt. Konservative versuchen das Rad der Zeit zurückzudrehen. Die Stimmen für einen autoritären Führerstaat werden lauter. Die junge Arbeiterkammer etabliert sich in diesem Umfeld dennoch als zuverlässige und beständige Institution.

Am Beispiel der Betriebsräte-Instruktorenschulen wird die breite Vernetzung der Arbeiterkammer Oberösterreich deutlich. Betriebsräte/-innen aus ganz Oberösterreich können an verschiedenen Ausbildungskursen teilnehmen. Das demokratische Bewusstsein wird geschärft.

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Platz für Arbeit­nehmer

Das Aufgabengebiet der Arbeiterkammer wird umfangreicher, Personal muss aufgestockt werden. Eklatanter Raummangel macht den Neubau eines eigenen Kammergebäudes unumgänglich. In schweren Krisenzeiten erfordert die Errichtung eines repräsentativen Gebäudes Mut. Der Neubau würdigt die Arbeiterschaft in einer angemessenen Form.

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Ein Monument der Arbeiter­schaft

Am 28. Juli 1930 wird das neu errichtete Arbeiterkammergebäude eröffnet. Es gilt als Ausdruck der Sichtbarmachung der arbeitenden Klasse im Stadtbild.

AK Gebäude Linz © -, Verein Geschichte teilen


Das Arbeiterkammergebäude kurz nach der Eröffnung

Haupteingang © -, Verein Geschichte teilen            
             Haupteingang mit Arbeiterskulpturen

Haus­architekt der Arbeiter­klasse

Hubert Gessner gilt als Hausarchitekt der Sozialdemokratie. Mit der Errichtung des AK-Gebäudes schafft er ein monumentales Bauwerk der politisch aufsteigenden Arbeiterklasse. 

 

„Kein Zweifel, der Bau der oberösterreichischen Arbeiterkammer […] gehört zu den monumentalsten Bauten von Linz. Er ist gleichzeitig ein Zeugnis der wachsenden Macht der Arbeiterschaft […].“
Ermers, Max: Der Palast der oberösterreichischen Arbeiterkammer, in: Der Wiener Tag, Wien, 27. Juli 1930, S. 6
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Dollfuß ergreift die Macht

Mit der Ausschaltung des Nationalrats und der Einleitung des „autoritären Kurses" durch die Regierung Dollfuß im März 1933 wird die Parlamentarische Demokratie schrittweise zerstört. Politisches Ziel des Austrofaschismus ist die klassenübergreifende „Volksgemeinschaft“. Unternehmer- und Arbeiterschaft sollen sich in „Werksgemeinschaften“ als gleichberechtigt nebeneinander finden. 


Die bisherigen Gewerkschaften werden von einer Einheitsgewerkschaft ersetzt, die Arbeiterkammern werden zu deren Geschäftsstellen. 

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"Der Sozialist im Dollfuß Österreich"

Mit 1. Jänner 1934 werden bei den Arbeiterkammern Verwaltungskommissionen eingesetzt. Diese politische Maßnahme sichert der Regierung unter Engelbert Dollfuß direkte Einflussnahme, ohne die innere Struktur der Kammern zu verändern. Die Freien Gewerkschaften (sozialdemokratisch) werden aufgelöst. Ernannte Vertrauensmänner ersetzen die frei gewählten Betriebsräte/-innen. Zahlreiche AK-Mitarbeiter/-innen werden aufgrund eines Naheverhältnisses zur Sozialdemokratie entlassen. 
 
Dr. Alfred Maleta leitet von 1934 bis 1938 das Büro der Arbeiterkammer als „Erster Sekretär“. Sein Ziel ist es, die sozialpolitischen Versprechungen des Ständestaates glaubhaft zu machen. 
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Kampf der Arbeits­­­losig­keit

Die Arbeiterkammer Oberösterreich initiiert 1935 die sogenannte „Arbeitsbeschaffungsaktion“. Arbeitslose Menschen sollen in Beschäftigung gebracht werden. Die Maßnahmen greifen vor allem im Bereich Straßenbau sowie der Gewässer- und Bachregulierung.
 

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Anschluss und Auflösung

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland wird die Arbeiterkammer als Geschäftsstelle der ständestaatlichen Einheitsgewerkschaft am 16. Juni 1938 aufgelöst. Arbeitgeberschaft und Arbeitnehmer/-innen werden in der Deutschen Arbeitsfront (DAF) nach dem Führerprinzip zusammengefasst. Das Vermögen wird beschlagnahmt. Die Existenz der Arbeiterkammer Oberösterreich ist auch formal beendet. 

"Residenz" der Deutschen Arbeits­front (DAF)

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) wird 1933 nach der Zerschlagung der Gewerkschaften im Dritten Reich gegründet. Gauobmann Franz Stadlbauer residiert ab 1938 im AK-Gebäude. 

  
Der gebürtige Ohlsdorfer Franz Stadlbauer legt eine frühe Nazikarriere in Deutschland hin, kehrt 1938 nach Oberösterreich zurück und wird Gauobmann der DAF in Oberdonau.  

Berufs­erziehung für die "Volks­gemein­schaft"

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) agiert unter anderem als Bildungsinstitution. Außerbetriebliche „Berufserziehungswerke“ sollen eine möglichst vielseitige Ausbildung der Arbeiterschaft gewährleisten. „Berufswettkämpfe“ dienen als Instrument zur ideologischen Durchdringung der Bevölkerung.

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In Schutt und Asche

Gegen Ende des Krieges wird das Arbeiterkammergebäude im Zuge zweier Bombenangriffe schwer getroffen. Weitaus mehr Zerstörung erleidet das Gebäude aber durch einen vorsätzlich gelegten Brand nach dem Einmarsch der US-Trupppen am 10. Mai 1945. Die Verursacher des Brandes bleiben unentdeckt.

Wieder­aufbau

Schon im Herbst 1945 wird die Arbeiterkammer wieder gegründet. Gespräche zum Wiederaufbau finden aber schon vor Ende des Krieges im Untergrund statt. Aus dem Kreise früherer Sozialdemokraten/-innen und Gewerkschafter/-innen tritt ein Mann besonders hervor – Heinrich Kandl. Er wird zur zentralen Figur des Wiederaufbaus von Arbeiterkammer und Gewerkschaft. Das Arbeiterkammergebäude wird nach den Plänen Hubert Gessners wiederaufgebaut und 1949 eröffnet.

Übergangsunterkunft © -, AKOÖ Übergangsunterkunft der Arbeiterkammer zwischen 1946 und 1948 – das ehemalige Jugendheim in der Blumauerstraße 
Baracke der Gewerkschafter/-innen © -, Archiv Soziale Bewegungen in OÖ (asbooe), Nachlass M. Lotteraner / Nachlass-Splitter H. Kandl Baracke der Gewerkschafter/-innen in der Weingartshofstraße 8. Hier finden die ersten Gespräche zur Wiedererrichtung der Arbeiterkammer Oberösterreich statt. 
Ferdinand Hanusch Büste © -, AKOÖ
Die Ferdinand Hanusch-Büste des Bildhauers Anton Hanak kommt nach dem Krieg wieder in die Arbeiterkammer. In der NS-Zeit steht eine Hitler-Büste an ihrem Platz.
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„Die ungeheuren Umwälzungen haben einen weltgeschichtlich bedeutsamen Machtaufschwung der Arbeiterklasse gebracht. Das Wesentliche ist, dass nicht mehr gegen das Proletariat regiert werden kann. Mit heutigen [sic] Tage beginnt ein neuer Abschnitt im Wirken unserer Arbeiterkammer.“
Auszug Antrittsrede Präsident Kandl, 1946

Erholung und Bildung für die Jugend

Die Not der Nachkriegsjahre macht die Aufgaben der Arbeiterkammer vielfältig. Hunger und Verzweiflung in der Bevölkerung sind groß. Neben der Beschaffung von Lebensmitteln und Arbeitskleidung setzt die AK bald schon Akzente in den Bereichen Jugend und Bildung. Zahlreiche AK-Erholungseinrichtungen und Bildungszentren werden eröffnet. 

Lehrlingserholungstransporte wirken der starken Unterernährung Jugendlicher entgegen.

Eine Frau setzt Akzente

Frauenangelegenheiten erhalten einen neuen Stellenwert, ein Hausfrauenbeirat hilft Frauen in Arbeiterhaushalten bei der Bewältigung des Alltags in der Nachkriegszeit.

 

Das Referat für Bildungswesen, Jugendschutz und Frauenangelegenheiten mit Dr.in Emily Rosdolsky als Leiterin wird 1946 geschaffen. Der Tätigkeitsbereich ist umfangreich.

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Das Frauen­referat in der AK

Emily Rosdolskys Wirken bedeutet einen großen Gewinn für die Stärkung von Frauenthemen in der Arbeiterkammer. Später werden diese im ÖGB angesiedelt. Die Forderung nach einem eigenen AK-Frauenreferat bleibt aufrecht. 1996 wird das AK-Frauenbüro eingerichtet. 

Funktionärebildung in Rosenburg © -, AKOÖ Rosa Seibert (zweite von rechts) tritt als Expertin in die Fußstapfen von Emily Rosdolsky  

Fokus auf Aus- und Weiter­bildung

Der AK-Vorstand beschließt 1947 die Gründung einer Volkshochschule (VHS).

„Mit dem Bau des Volkshochschulgebäudes hat (…) die Arbeiterkammer eine ihrer bedeutendsten gesetzlichen Pflichten erfüllt und der Erwachsenenbildung eine Heimstätte geschaffen (…)

Kammeramtsdirektor Dr. Viktor Kleiner

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Oktober­streik in Österreich

Die großen Herausforderungen des Wiederaufbaus werden anhand des Oktoberstreiks 1950 deutlich. Ausgelöst durch das Ergebnis des vierten Lohn-Preis-Abkommens – Erhöhung der Lebensmittelpreise bei gleichzeitig minimaler Lohnerhöhung – kommt es österreichweit zu Protesten der Arbeiterschaft. Am 27. September 1950 demonstrieren rund 2.200 streikende Arbeiter/-innen vor dem Arbeiterkammergebäude und fordern von Präsident Heinrich Kandl erfolglos die Rücknahme des Abkommens. 

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Die AK als starke Ansprechpartnerin in den Regionen.

Zwischen 1954 und 1958 werden 7 von 14 der heute für die AK-Mitglieder zur Verfügung stehenden AK-Bezirksstellen (früher: AK-Amtsstellen)  errichtet beziehungsweise umgebaut.

AK Amtsstelle Freistadt © -, AKOÖ

Eröffnung der AK-Amtsstelle Freistadt, 17.5.1958

Betriebsräte/-innen-Schulung © -, AKOÖ

Betriebsräte/-innen-Schulung in den Regionen, hier in Bad Hall. Eine wesentliche Aufgabe der Arbeiterkammer in den 1950ern. 

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Das Bildungs­haus
Jäger­mayr­hof

Jägermayrhof zerschossen 1934 © -, AKOÖ Sichtliche Spuren des Bürgerkriegs: Der zerschossene Jägermayrhof im Februar 1934 

Das AK-Bildungshaus Jägermayrhof auf dem Linzer Freinberg wird am 21. Jänner 1959 eröffnet. 


Eine erste wichtige Rolle in der Geschichte der Arbeiterbewegung spielt die ehemalige Gastwirtschaft aber schon im Bürgerkrieg vom Februar 1934. Auf dem Freinberg halten rund 100 Angehörige des sozialdemokratischen Schutzbunds den Angriffen der austrofaschistischen Exekutive stand. Durch massiven Beschuss fällt der Jägermayrhof in die Hände der Regierungstruppen und wird zu einem Symbol des Widerstands gegen die austrofaschistische Diktatur. 

1957 übergibt die Stadt Linz das Gebäude der Arbeiterkammer, 1959 beginnt man mit der Bildungsarbeit. Der Jägermayrhof wird eine zentrale Stätte für die Funktionäre/-innen-Bildung. 


1973/74 erfolgen An- und Umbauten und 2015/16 schließlich eine Totalsanierung. 

Arbeiter­kammer für
45-Stunden-Woche

Die Arbeiterkammer setzt sich für ein neues Arbeitszeitgesetz ein. 1959 wird die 45-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt. Ein Generalkollektivvertrag in allen Branchen wird abgeschlossen.

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Bildungs­offensive

Am 14. Oktober 1960 findet die Gründungsversammlung des Berufsförderungsinstitut (BFI) in Linz statt. Die Anzahl der angebotenen Berufsbildungskurse nimmt stetig zu, die berufliche Bildung wird systematisiert und ausgebaut.  Bemerkenswert ist die Tatsache, dass das BFI die große Bedeutung der elektronischen Datenverarbeitung früh erkennt. So finden sich im Angebot auch Kurse „Zur Einführung in das Lochkartenverfahren“.

Nahe den Konsumenten

Die AK-Konsumenten/-innenberatung als Antwort auf Teuerungen und Qualitätsverschlechterungen sowie Aufklärung über neue Produkte der aufkommenden Konsumgesellschaft.

 
Der langjährige Direktor Dr. Franz Lettner setzt sich für den Aufbau der Konsumenten/-innen-Beratung ein und zählt zu den Initiatoren vieler AK-Kulturveranstaltungen, wie den heutigen AK-Classics.
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Kunst und Kultur für alle

Das Konzept „Konzert für alle“ sieht vor, musikalische Veranstaltungen durch günstige Eintrittspreise Arbeitern/-innen und Angestellten sowie Lehrlingen zugänglich zu machen.

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Ein Magazin für die Mitglieder

Die Arbeiterkammer Oberösterreich bringt als erste österreichische Arbeiterkammer ein farbiges Magazin für die Mitglieder heraus – ein Meilenstein in der modernen Kommunikation.

Max Lotteraner und Josef Schmidl © -, AKOÖ

Ing. Max Lotteraner (rechts) initiiert 1969 den AK-Report, hier mit Präsident Josef Schmidl

AK-Report © -, AKOÖ Die erste Ausgabe des neuen AK-Reports
Artikel im AK-Report © -, AKOÖ Der AK-Report informiert auch über das neue Berufsausbildungsgesetz
Artikel im AK-Report © -, AKOÖ
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Der Jägermayrhof wird modernisiert

Mit Beginn der 1970er-Jahre setzt sich die Überzeugung durch, dass ein modernes Bildungsheim nicht nur der Wissensvermittlung dient, sondern auch eine zeitgemäße Kulturarbeit anbieten soll. Der Jägermayrhof wird zum Ort für zeitgenössische Kunst und Literatur.

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Mehr Beratung für Mitglieder

Die Arbeiterkammer bietet  auf Veranstaltungen und Messen Bau-, Finanz- und Rechtsberatungen an.  Dabei präsentiert man sich als moderne Dienstleisterin am Puls der Zeit.

AK-Wohnodrom © -, AKOÖ

Das „AK-Wohnodrom“ auf der Welser Messe bietet eine Weltneuheit – die Wohnungssuche über den Computer. 

Rudolf Kirchschläger in der AK © -, AKOÖ

Bundespräsident Rudolf Kirchschläger (Mitte) verschafft sich einen Überblick über das umfangreiche Serviceangebot der Arbeiterkammer Oberösterreich auf der Welse Messe. 

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Auf­bruch­stimmung in der Frauen­politik

Bruno Kreisky holt Johanna Dohnal als Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen in die Bundesregierung. Dohnal setzt sich unermüdlich für Gleichberechtigung ein und wird 1990 die erste Frauenministerin Österreichs. In der Arbeiterkammer Oberösterreich ist 1979 auch erstmals eine Frau im Vorstand vertreten – Hedda Kainz.

  
Mit Hedda Kainz wird erstmals eine Frau in den AK-Vorstand gewählt. Chancengleichheit und die Freiheit zur Berufsausübung sind ihr besondere Anliegen. 
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Umweltschutz als neues Thema

Anfang der 1980er-Jahre erfährt der Konsumentenschutz eine Aufwertung, er wird gesetzliche Aufgabe der Arbeiterkammer. Eine Tonbildschau „Augen auf beim Kauf“ informiert über die Rechte der Konsumenten/-innen. An den Schulen verteilt man „Medienkoffer“ zur Konsumentenerziehung. Zugleich sieht die Arbeiterkammer im Umweltschutz eine neue zentrale Aufgabe,  das AK-Institut Wirtschaft und Umwelt wird gegründet. 

 

Fritz Freyschlag ist von 1982 bis 1999 Präsident der Arbeiterkammer und Sozialpartner mit Leib und Seele. Noch heute wird der Fritz Freyschlag-Preis für gelebte Solidarität regelmäßig vergeben.

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Schöne neue Arbeits­welt

Die Arbeiterkammer ruft die „Technologieberatung“ ins Leben. Betriebsräte/-innen und Gewerkschafter/-innen können sich über die Einflüsse der Elektronik am Arbeitsplatz informieren. Man möchte auf die Veränderungen im Arbeitsleben durch technische Innovationen hinweisen und Hilfestellung leisten. 

Umschlag George Orwell © -, de.wikipedia.org
„Wir sind keine Maschinenstürmer, wollen jedoch den Einsatz der neuen Technik mitgestalten.“
Zitat AK-Präsident Fritz Freyschlag
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Zukunfts­sicherungs­projekt

In den 1990er-Jahren wird die Institution Arbeiterkammer zunehmend in Frage gestellt. Eine Reform des Systems wird notwendig und der Ruf nach Transparenz laut. Das neue „Zukunftssicherungsprojekt“ wird als Organisations- und Personalentwicklungsprozess angelegt. Serviceangebote werden ausgearbeitet. Viele Maßnahmen dienen heute noch als Grundlage für den ständigen Erneuerungsprozess der Arbeiterkammer Oberösterreich.

  

Dr. Josef Peischer wird 1988 stellvertretender Kammeramtsdirektor.

„Mit Peischer ziehen jetzt auch moderne Managementideen in das traditionsreiche Haus am Volksgarten ein“. 
(Kronen Zeitung, 13.12.1990, S. 24)

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Gelebte Sozial­partner­schaft

Die neu gegründete Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) ist in den Bereichen Betriebsansiedelung, Standortmarketing und Organisation von Technologietransfer tätig.  

   

Die TMG steht für eine starke sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit.



Josef Peischer (links) und WK-Direktor Alfred Waldbauer auf einer gemeinsamen Reise der Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) zur Firma Boing in Seattle

Reise der TMG zur Firma Boing in Seattle © -, Dr. Josef Peischer
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Neue Leistungen für die Mitglieder

Das neue AK-Gesetz gilt als Meilenstein in der Geschichte der Arbeiterkammern. Kontrolle, Mitsprache- und Informationsmöglichkeiten der Mitglieder werden grundlegend verbessert. 
Die erste AK-Leistungskarte 1992 © -, AKOÖ

Die wichtigste Neuerung ist die Einführung des Rechtsschutzes. Mitglieder haben Anspruch auf Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsschutz in Arbeits- und Sozialrechtsangelegenheiten.


Die AK-Leistungskarte – rascher und unbürokratischer Zugang zu den AK-Serviceleistungen für alle Mitglieder, hier die erste Karte von 1992

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"Ja zur AK"

Mitgliederbefragung © -, AKOÖ Werbung für die Mitgliederbefragung

Trotz vieler Reformen wird in den 1990er-Jahren die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern zunehmend politisch angegriffen. 

Man entschließt sich, die Mitglieder selbst zu befragen. In Wirklichkeit läuft die Forderung nach Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft auf die Abschaffung der gesetzlichen Interessenvertretung hinaus, da Kammern ohne gesetzliche Zugehörigkeit der Mitglieder nach österreichischem Recht nicht möglich sind. 

Bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung von 76,6 Prozent sprechen sich in Oberösterreich mehr als 90 Prozent für eine gesetzliche Mitgliedschaft bei der Arbeiterkammer aus.


„Unsere beste Rückversicherung sind unsere Mitglieder. Mein Anspruch war immer: Wenn wer über die Zukunft der Arbeiterkammer entscheidet, dann sind das die Mitglieder und sonst niemand.“
Zitat AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer (2020)

Mitgliederbefragung © -, AKOÖ

Hohe Wahlbeteiligung bei der Mitgliederbefragung

Mitgliederbefragung © -, AKOÖ

Alle helfen mit – der tägliche Servicebetrieb wird aufrechterhalten

Frauen­politik in der AK

Die AK richtet 1996 ein Frauenbüro ein. Jährlich bezieht es zu verschiedensten Themen Stellung, bei denen Benachteiligungen von Frauen im Arbeitsleben sichtbar werden. Hauptanliegen sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung. 

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Arbeitsklima Index

Seit Juni 1997 gibt es einen Maßstab für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus der Sicht der Arbeitnehmer/-innen: den Österreichischen Arbeitsklima Index. Er setzt als „Mess-Sonde“ direkt beim Erleben und Empfinden der Erwerbstätigen an und kann somit Veränderungen in den Einstellungen früher diagnostizieren als so manche Wirtschaftsindikatoren. Der Arbeitsklima Index wird 4-mal jährlich neu berechnet und die Ergebnisse im Arbeitsklima-Newsletter veröffentlicht.
Der Arbeitsklima Index © -, AKOÖ
Arbeitsklima Index Pressekonferenz © -, AKOÖ Pressekonferenz zum Arbeitsklima Index in Wien, v.l.n.r.: Dipl.-Kfm. Ferdinand Lacina, Mag. Christoph Hofinger (SORA) und Hubert Wipplinger (AK-Präsident)
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AK-Plus

„AK-Plus“ ist ein gesamtösterreichisches AK-Projekt. Freiwerdende finanzielle Mittel durch Einsparungen kommen den Mitgliedern direkt in Form von Leistungsangeboten zu.

AK-Bildungsbonus © -, AKOÖ

„Im Zuge von AK-Plus haben wir viele gemeinsame Leistungen gemacht, so ist hier beispielsweise der nach wie vor beliebte Bildungsbonus entstanden.“
Zitat AK-Direktor Dr. Josef Peischer (2020)

Der AK-Gesundheitsbus © -, AKOÖ Der AK-Gesundheitsbus – eine Offensive für betriebliche Gesundheitsförderung im Rahmen des Zukunftsprojektes AK-Plus 
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„Das Jahr 2003 wird als eines der politisch turbulentesten Jahre in der Geschichte der Zweiten Republik in Erinnerung bleiben“
(Jahresbericht Arbeiterkammer Oberösterreich, 2003)

Umbauten im Pensionssystem, Privatisierungen sowie Eingriffe in das Dienstrecht der Eisenbahner/-innen durch die schwarz-blaue Bundesregierung lösen massive Proteste der Arbeitnehmer/-innen aus. Das Einfrieren der Kammerumlage steht im Raum. In dieser turbulenten Phase übernimmt Dr. Johann Kalliauer das Amt des AK-Präsidenten.
 
 
Dr. Johann Kalliauer symbolisiert als AK-Präsident seit 2003 Stabilität und Leidenschaft für die Anliegen der Mitglieder: „Für mich ist heute noch jeder Kontakt mit einem Mitglied ein Energiespender.“ 
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Um­bau des  Kammer­gebäudes

Der Umbau des AK-Gebäudes schafft die räumlichen Voraussetzungen zur bestmöglichen Service- und -beratungsqualität für die Mitglieder. Nach über 2 Jahren Bauzeit wird das Gebäude am 9. Dezember 2008 bezogen. 

 

 
2011 folgt Dr. Josef Moser, MBA  Direktor Peischer nach. Die enge Zusammmenarbeit zwischen Direktor und Präsident wird fortgesetzt.
„Wenn wir nicht wären und auf die Bedingungen in der Arbeitswelt schauen würden, würde das niemand tun. Dann könnten nur jene ihre Rechte wahrnehmen, die sich einen Anwalt leisten können“ 
AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA

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Neue Wege in der Interessen­vertretung

  
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Nahe am Mitglied

Unter der Führung Johann Kalliauers entwickelt sich die Arbeiterkammer Oberösterreich zu einer verlässlichen Servicestelle. Mitgliedernähe wird besonders groß geschrieben. 

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Digitalisierung

Der AK-Zukunftsfonds „Arbeit – Menschen – Digital“ wird 2018 als Antwort auf die Digitalisierung beschlossen. Projekte für menschenwürdiges Arbeiten in einer digitalen Welt werden in den kommenden Jahren großzügig gefördert.

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Corona - eine Pandemie hält die Welt in Atem

Neue Herausforderungen und Fragen rund um die Themen Home-Office, Kurzarbeit und Krisenbewältigung tauchen auf. Die Sozialpartner entwickeln rasch eine Kurzarbeitsförderung, viele Arbeitsplätze werden gesichert. 
AK-Beratung in Zeiten der Pandemie © Erwin Wimmer, AKOÖ AK-Beratung in Zeiten der Pandemie
Mit 1. April 2021 tritt eine gesetzliche Home-Office-Regelung in Kraft. 
„Es ist wichtig für alle betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass es endlich klare Rahmenbedingungen gibt.“
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer (27.01.2021) 

Die AK setzt sich dafür ein, dass nachhaltige Veränderungen in der Arbeitswelt und die Kosten der Krise nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen.

Erneuerte Sozial­partner­schaft

Im Herbst 2020 kommt es zu einem großen Durchbruch in der Zusammenarbeit der oberösterreichischen Sozialpartnerschaft. Eine gemeinsame Clearingstelle von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer soll Problemfälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer/-innen auflösen. Allgemeine Rechtsfragen und Fragen zu Kollektivverträgen und deren Anwendung sollen sozialpartnerschaftlich gelöst werden. 

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Die AK heute

 

 
Mit 1. Jänner 2021 tritt Andrea Heimberger, MSc die Nachfolge von AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA an. Sie ist damit die erste Frau in der Geschichte der Arbeiterkammer Oberösterreich, die dieses Amt übernimmt. 
Mitglieder © goodluz , stock.adobe.com

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Roboterhand greift Würfel © Alexander Limbach, One Line Man, fotolia | akooe

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